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Freitag, 29. April 2011

Route 62, Cape Agulhas, cape point 16.4-25.4

Auf dem Weg an der Gardenroute stoppen wir noch am Tenikwa wildlife awareness centre, wo wir einiges über Raubkatzen lernen und die Arbeit zum Schutz dieser Tiere und die Pflege verletzter Tiere begutachten können. Unweit davon besuchen wir MonkeyLand wo es einen grossen Wald mit 9 Affenarten gibt wovon wir 7 erspähen können. Auch eine Auffangstation für Raubvögel (Eagle Encounter) schauen wir am nächsten Tag an.
Weiter geht’s nach Knysna, wo wir an der Waterfront schlendern und uns im Spur verpflegen. Die schöne Lagune betrachten wir von oben von einer Aussichtsplattform und dann noch von unten am Strand. Auf dem Campingplatz stossen wir auf unser 2-jähriges an.
Bei schönstem Wetter düsen wir zum WildernessNP und mieten da ein Kanu. Den Fluss hinauf gepaddelt, dann ein Picknick am Ufer (wo wir anschliessen noch eine Puffotter finden – zum Glück nur ein Baby), watscheln wir anschliessend zum Wasserfall und wieder zurück und paddeln bis zur Meermündung. Alles sehr grün und einige wunderschön gelegene Häuschen.
Nach einem kleinen Morning-Walk am nächsten Tag brechen wir vom WildernessNP auf und fahren nach Victoria Bay. Eine sehr schöne Bucht mit Sandstrand, umrahmt von Klippen und gleich über dem Strand ein wenig erhöht mit tollem Ausblick schlagen wir bei schönstem Wetter unser Lager auf und jede Campsite hat sogar ihr eigenes Wc/Dusch-Häuschen. In der Nacht lassen wir uns dort  vom Mond bescheinen, erst ist er orange, dann gelb und voll!
Am Tag danach führt uns ein schmales, gewundenes Strässchen  die ehemalige Ochsenwagen Strecke zum Montagu Pass hinauf, durch eine wunderschöne, grüne und felsige Bergwelt.
Nächste Station ist die „Highgate Ostrich Farm“ in Oudtshorn, wo wir an einer Führung teilnehmen und viele interessante  Fakten lernen. Z. Bsp. dass jeder ausgewachsene Strauss rund 1,5kg Steine in seinem Magen hat, die die Nahrung zermahlen, da die Tiere über keine Zähne verfügen. Weiter, dass die max. Geschwindigkeit der 2-Zehen Vögel 70km/h beträgt und das jedes Auge 60g, das Hirn aber bloss 40g wiegt. Und auf ein StraussenEi können wir miteinander draufstehen, da sie längsweg 120kg und hochkant 220kg aushalten können. :o)
Nach dem Lunch begeben wir uns in die „Cango Caves“, wo wir uns die AdventureTour zutrauen, welche 1,5h dauert. Erst können wir aufrecht gehen, dann gebückt bis wir schliesslich auf dem Bauch kriechend die schmalste Stelle (27cm – the post box) meistern – echt ein Erlebnis!
Weiter entlang der Route 62 mit Destination Montagu, dies mal nicht der Pass, sondern die Stadt. Wir fahren durch bergige Landschaft (die völlig anders als die Drakensberglandschaft ist), passieren „Ronnies Sex Shop“ und stoppen beim FarmStall von Montagu, der bekannten Dried Fruit and Nuts Marke. Von Montagu aus machen wir eine Wanderung durch die Berge mit schöner Aussicht über Stadt und Landschaft.
Nach diesem Abstecher ins Inland geht es wieder zur Küste: zum südlichsten Punkt des Kontinents Afrika – Cape Agulhas. Da treffen indischer und atlantischer Ozean aufeinander und es gibt rundum schöne felsig-steinige Strände. Nach unserem südlichsten Spaziergang besichtigen wir  den Leuchtturm.
Der Küste entlang geht’s dann Richtung Cape Peninsula, wo wir in Hermanus einen kleinen Stopp machen und dann in Kogelbaai (Ostende der FalseBay) den bis jetzt billigsten Campground finden: 80R (11 Sfr). Da es Karfreitag ist, somit die Schulferien begonnen haben und ein gut zahlbarer Campingplatz ist, sind wir beinah die einzigen Weissen, Ausländer und mit Abstand die ruhigsten ;o)
Wir geniessen die Fahrt der FalseBay-Küste entlang und unser erstes Ziel ist die Boulder’s Beach in Simon’s Town, wo wir den süssen Brillenpinguin beim brüten, nestbauen, schlafen, bodyboarden und watscheln zusehen.
Bei Cape Point bestaunen wir die beiden Leuchttürme und wir amüsieren uns ab den Dassies (Klippschliefer – Mischung aus Meerschweinchen und Murmeli).
Dann machen wir von Cape Point eine kleine Wanderung zum Kap der guten Hoffnung mit fantastischer Sicht zurück nach Cape Point, der Diaz Beach und dem atlantischen Ozean.
Nachdem wir einige Tage tollstes Wetter geniessen konnten ist das Wetter am letzten Tag in der Kaphalbinsel nicht mehr schön und wir gehen schon nach Kapstadt und besuchen das 2 Oceans Aquarium. Beim Eingang werden wir je mit einer LindorKugel beschenkt ;o) , da heute Ostersonntag ist.
Die Ausstellung ist sehr informativ und erst als wir durch sind kommt der wirklich grosse Ansturm an Besucher.

Sonntag, 17. April 2011

Otter Trail, Tsitsikamma National Park 11.4-15.4

Ein weiteres Highlight unserer Reise erwartet uns im Tsitsikamma NP an der Garden Route: Der Otter Trail. Dieser Trail ist stets fast ein Jahr im voraus ausgebucht, so dass auch wir  vor 9 Monaten keinen Platz fanden. Jedoch hatten wir das Glück, dass 3 Teilnehmer genau am richtigen Tag storniert haben und wir die Plätze erben konnten.
Auf der 5 tägigen und 45km langen Wanderung haben wir neun Mitstreiter, eine Gruppe „CapeTowner“ in unserem Alter.
Der erste Tag ist trotz den für 5 Tage vollgepackten Rucksäcken locker, da nur 5km zu bewältigen sind. Erstmal vom Storms River Mouth durch einen Wald, dann hinunter der Küste entlang, wo wir einen ausgedehnten Rast machen beim Wasserfall. Bei den Hütten angekommen sind wir überrascht, wie sauber und gepflegt das Ganze gestaltet ist. Kein Vergleich zur BlydeRiverCanyonWanderung! Hammer! Und der Ausblick von der Toilette her ist atemberaubend!
Der Weg führt uns am zweiten Tag wunderschön der Küste entlang, mal oben auf den Klippen mit Aussichtsplattformen, mal unten über Flüsse, durch Wälder, über Geröll und Felsen, auf Sand und über Wurzeln. Meist hört man das Rauschen der Wellen, wenn sie sich am Ufer brechen, manchmal aber auch nur das Pfeifen der Vögel.
Unsere Mittagspause geniessen wir ausgiebig am Blue Bay Beach, einer kleinen Lagune, ganz für uns zwei reserviert. Ein Teil davon ist mit weissen, grossen und kleineren Steinen bedeckt, der andere mit Sand, darüber jedoch stellenweise 10cm tief Muscheln oder solche dies mal waren. Traumhaft! Auch die Hütten sind traumhaft gelegen so dass wir gleich von ihnen aus ins Meer baden gehen.
Am dritten Tag gibt es 2 Flüsse zu durchqueren, der eine knie- und der  andere hüfttief. Beim tieferen hat es viele grosse Steine im Flussbett, die man durch das colafarbene Wasser nicht sieht und erst mit den Füssen ertasten kann. Wasserstand auf Beckenhöhe, Olivia auf Michis Rücken, wird’s ein zum Glück nicht nasses Abenteuer, wobei Olivia nur auf Michis Gleichgewicht und Trittsicherheit vertrauen kann – das stärkt die Beziehung! ;o)
Unterwegs erfreuen wir uns an wellensurfenden Delfinen.
Am vierten Tag erwartet uns der grösste Fluss (Bloukrans River), der unbedingt bei “low tide“ (in unserem Fall um 7:07am) durchquert werden sollte. Die ersten in unserer 6er Hütte stehen unter lautem Getöse, klirren, stampfen und scheppern um etwa 3Uhr auf und kurz nachdem wir wieder eingenickt sind stehen die anderen auf, so dass wir uns kurz nach 4 Uhr entschliessen aufzustehen. Bald schon überholen wir die frühere Gruppe und spulen km um km. Die Zeit wird knapp, die Ebbe ist vorbei, doch eine halbe Stunde später sind wir beim Fluss.
Der Wasserstand scheint lächerlich, doch schon während wir aus unseren Schuhen schlüpfen steigt der Pegel mit jeder Welle. Das Wasser reicht bis Mitte Oberschenkel, auf der anderen Seite angekommen schwindet aber das trockene Plätzchen rasch und das Schuhe anziehen wird erschwert. Die Gruppe ist noch meilenweit hinter uns…
Anschliessend suchen wir ein trockenes Plätzchen zum frühstücken, 8Uhr. Weitere 4km und wir sind um 10Uhr bei den „Andre“ Hütten.
Später erfahren wir, dass die anderen um diese Zeit den Fluss mit schulterhohem Wasser durchwatet haben – puuuh….
Die Dusche weckt wieder unsere Geister, diesmal sogar eine Freiluftdusche und der Blick vom WC-Sitz lädt zum verweilen ein.
Am fünften und somit letzten Tag kämpfen wir uns erst oben auf die Klippe, wo wir dann die letzten Resten unserer Essensrationen plündern. Oben auf der Klippe  durch Protea-Plantagen und zuletzt bei Nature’s Valley am Sandstrand entlang.
Der Rücktransport zum Stromsriver Mouth ist nicht organisiert und die Reception beim Campingplatz bietet uns bloss eine 300R teure Taxifahrt zurück an :o(
Nach einer halben Stunde Hitch Hiking sind 2Autos an uns vorbei in die gewünschte Richtung gefahren, das sind ja gute Aussichten! Wie Michi es prophezeit hält aber das 3.Fahrzeug, ein alter, keuchender Lastwagen und nimmt uns mit bis zur N2, der Autobahn.
Da gehen wir ein Stück zu Fuss (auf dem Highway), bis nach der Zahlstelle und strecken da unsere Zeigfinger Richtung Boden. Der bonzige Audi, der erst an uns vorbeirast, stoppt und fährt ganze 100m zurück, um uns sehr freundlich mitzunehmen und bis vor das NP-Gate zu bringen – wow!

Vor und nach dem Otter Trail erkunden wir noch den Big Tree (grosser 800jähriger Yellowwood-Baum) und die Suspension-Bridge (Hängebrücken) .
Nach dem Trail stellen wir fest: Herrlich so eine Nacht in unserem Dachzelt. Man fühlt sich wie zuhause!

Freitag, 15. April 2011

Sunshine Coast, Hibiscus Coast, Addo Elephant Park 31.03-09.04

In Durban erkunden wir bei schönstem Wetter und grosser Hitze die Stadt: uShaka, dangerous creatures (Schlangen und Echsen Terrarium) und den Victoria Market – den wir dann doch lieber nur aus dem Auto begutachten wegen dem Durcheinander an Menschen und fehlenden Parkplätzen. Im Backpackers am Strand in Durban (The Bluff) verlangt die Receptionistin von uns, dass wir unser Dachzelt die Treppe zu einem Podest hochtragen, wo wir campen können. Doch wir nehmen dann lieber ein kleines Hüttchen zum übernachten.
Wir geniessen den Strand und am nächsten Tag das Gateway Shopping Centre und unweit davon informieren wir uns über Haie im Natal Sharks Board.
Von dort geht es an die South Coast - Amanzimtoti wo wir Hes und Eric (Gilfillan - von der Farm am Anfang unserer Reise) treffen und bei ihnen in einem luxuriösen Apartment gleich am Strand nächtigen dürfen.
Eric „verlangt“, dass alle jeden Morgen vor dem Frühstück im Meer baden und dies wird dann auch (grösstenteils) befolgt. Zudem werden uns die Rugbyregeln beigebracht und wir werden in die Welt des südafrikanischen Fast-Foods eingeführt.
Die letzten Tage an der Sunshinecoast sind nicht mehr so sonnig, so dass wir nach 4 Tagen bei Eric und Hes in den Süden nach Coffee Bay weiterziehen.
Coffee Bay ist sehr hübsch gelegen, ein Fluss, der gerade ins Meer mündet, viel grün und sehr hüglig. Nach einem kurzen 4WD-Trail erreichen wir Hole in the Wall wo wir zu Fuss, geführt von einem schwarzen Jungen barfuss, das Hole und die Seaside erkunden  – wunderschön!

Addo Elephant Park:
Der Park ist sehr grün, viel Gras und Büsche und viele Hügel. Wie der Name bereits sagt gibt’s viele Elephanten zu sehen, hier etwas spezielle, da die weiblichen kaum mehr Stosszähne besitzen, eine Eigenheit der AddoElephanten.
Neben den vielen Kudus bewunderten wir v.a. die SchwarzrückenSchakale welche wir immer wieder erspähen. Einer hat gerade sein Nachtessen genossen, musste es dann jedoch an eine Hyäne abgeben.
Den Park durchfahren wir von Norden nach Süden, wo die Landschaft im Verlauf mehr Kaktusse, Gras und einige wenige Bäume zeigt.

Nicht weit vom Addo liegt Jeffreys Bay – das Surfer Mekka - wo wir endlich den Strand in Beschlag nehmen können und Sonne tanken. Im Campingplatz schlagen wir uns Lager nahe am Meer auf, so dass wir den Sonnenaufgang direkt aus unserem Dachzelt bewundern können und später dutzende Delfine beim spielen beobachten. Im Billabong-Factoryoutlet sorgen wir dafür, dass wir neben den Surfern nicht aus der Reihe tanzen :o)

Freitag, 1. April 2011

Drakensberge (Royal Natal Nationalpark, Golden Gate Highland Nationalpark, Sani Pass, 25.3.-30.3.)

Wieder ein Tag zu früh kommen wir im Royal Natal NP an. Der Park rund ums „Amphitheater“ (Bergformation) beschert uns einige Wanderungen:
Am ersten Tag erkunden wir erst die Gudufalls von unten, dann rundeherum um sie noch von oben zu sehen und auf der anderen Seite via Mudslide („Wanderweg“) wieder runter. Jedoch ist dieser Weg sehr steil, die Leitern teilweise kaputt und irgendwie scheint der Pfad unbegehbar. Heil unten angekommen stellt sich dann heraus, dass dieser Pfad momentan geschlossen ist aufgrund eines Steinschlags…
Am zweiten Tag gehen wir aufs Amphitheater rauf vom Sentinel Carpark her.  Gott sei dank macht auch das Wetter mit. Der Wanderweg ist meist gut ausgebaut und wir überholen fleissig andere Wanderer. Die Chain Ladders sind erstaunlich hoch und lang, dank dem Nebel sehen wir aber nicht nach unten.
Auf dem Amphitheater angekommen ist die Aussicht nach unten zwar vom Nebel verdeckt, doch es ist sehr eindrücklich, wie dieser die steilen Felswände heraufsteigt.
Am dritten Tag hemmt das Wetter unsere Wanderbegeisterung jedoch ist am vierten tag das Wetter perfekt. So können wir auch noch auf einer Wanderung das Amphitheater von unten anschauen.

Dann geht’s zum Golden Gate Highland NP, wo wir wieder eine kleine Runde wandern und die beiden Safarirunden mit dem Auto machen.
Tags darauf, wie schon fast zur Gewohnheit geworden sind wir auch heute nicht immer auf dem offiziellen Wanderweg und suchen uns eine Route, da die Karte wiedermal nicht sehr hilfreich ist.
Das Wetter ist unbeständig aber wir Wandern trotzdem den ganzen Park ab.
Der Park ist grüner als der Royal Natal und die Felsen sind goldig bis bronzefarbig anstelle von dem grauen Dolomitgestein.

Am letzen Tag im Gebirge geht’s durch Lesotho, welches ärmer zu sein scheint als Südafrika.  Auf der Strasse begegnen wir fast ausschliesslich Fussgängern, oft in Decken gehüllt, weniger farbenfroh gekleidet, teilweise mit Sturmmasken, v.a als wir über die Pässe fahren.
Vor lauter Potholes sehen wir da die Strasse kaum mehr – und dies ist noch keine 4x4-Strecke!
Dann die Strasse, oder eher Route über den SaniPass: kaum ein anderes Auto ist anzutreffen. Dafür immer mal wieder Hirten mit Schafen, Kühen oder Pferden. Auch gehende Büsche kommen uns entgegen, beim genaueren Hinsehen entpuppen die sich als Esel, welche vollbeladen mit Ästen und Gräsern sind. Auf dieser erlebnisreichen 4x4-Strecke kommt man am höchsten Berg vom südlichen Afrika vorbei und am höchsten Pub auf einem Pass in Afrika. Die Strecke ist herausfordernd aber die Aussicht wunderschön.
Unser „white Dragon“ schlängelt sich bravourös den Hang hinauf, und auf der anderen, steileren Seite wieder hinunter. Tiptop!

Weiter geht’s an den Beach…