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Donnerstag, 10. März 2011

Der Wilderness Trail, 6. - 9.3.2011 (Ausschnitte aus dem Tagebuch)

1. Tag:
Heute Morgen wird erst einmal gepackt für den WildernessTrail . Alles in einen Rucksack für drei Tage und natürlich Michis Fotorucksack (für uns genug, doch wie sich später herausstellt packen Südafrikaner grosszügiger….). Dann geht’s ein weiteres Mal los in den Park.
Bei einer kleinen Fluss- oder besser Bachquerung werden wir beim Stop von ca. einem Dutzend Wasserschildkröten angegriffen. Kaum haben sie uns erspäht, zappeln sie wie wild auf uns zu und wir müssen sie daran hindern, dass sie nicht unter die Räder geraten. Kurze Zeit später fahren wir wieder an eine Elefantenherde, die gerade das Schlammbad genossen hat.
Am Nachmittag ist es dann soweit und wir treffen „unseren“ Ranger Steve und seinen Begleiter Sambog. Verspätet, dafür mit haufenweise Kühlboxen mit Bier, Wein, Gin, Whisky usw kommen auch die 5 anderen dazu, alles Südafrikaner, männlich, zwischen 40 bis 60. Der Landcruiser wird gepackt, und ab geht’s mit einer ca. 2h Fahrt zum Camp am OlifantRiver. Natürlich nicht ohne Bierchen für unterwegs.

2.Tag:
Gebrievt wurden wir am Abend zuvor, nun um 5Uhr morgens ist tagwach, Sambok füllt Wasser in die Schüssel vor dem Hüttchen, zündet die ÖlLampe an und klopft an die Tür. Kurz Zeit für Kaffee, dann geht’s ab in den Busch.
Immer schön in Einerreihe, Steve voraus, dann Sambog, gefolgt von uns, wandern wir wortlos durch die Savanne. Zwischendurch wird gestoppt, um neu eine Fährte aufzunehmen, eine Spur zu erläutern oder damit die beiden Ranger ein Geräusch genauer wahrnehmen und einschätzen können. Dann plötzlich erblicken wir die ersten Büffel – eine ganze Herde! Denke alle haben ein leicht mulmiges Gefühl in der Magengegend, als wir da so nahe bei einer Herde von rund 300 Büffeln vorbeispazieren, stehen bleiben um Fotos zu machen und Tier und Mensch Angesicht zu Angesicht steht - ergreifend!
Bei einem Rast wird gefrühstückt, Fragen geklärt und die beiden Ranger erzählen verschiedene, spezielle Geschehnisse mit und von den Tieren.
Höhepunkt der Wanderung sind wohl die Rhinos, White Rhinos (bei uns Breitmaulnashorn). Gerade zweimal geraten wir an diese wunderschönen Tiere – Nr. 3 der BigFive bei Tag!
Zurück im Camp gibt’s Lunch, dann Mittagsschläfchen und anschliessend geht’s zum „Sundowner“. Kühlbox gefüllt und ab an den OlifantRiver! Dabei wird dann auch auf Olivias Geburtstag angestossen, zum ersten Mal, nach dem Abendessen singen die Jungs dann noch – vor dem Jägermeister…
Erschöpft und glücklich geht’s dann ab ins Bett.

3.Tag:
Procedere wie am Tag zuvor. Auch heute führen uns die beiden Ranger erfolgreich an White Rhinos.
Der Unterschied zu den Black Rhinos (Spitzmaulnashorn) lässt sich am besten an der Reaktion der beiden sonst gelassenen Ranger erkennen, die beim Anblick von 3 schlummernden Blackrhinos im Gebüsch vor uns auf einen Schlag unruhig und harsch ihre Anweisungen an uns geben. Jetzt wirds wohl ernst!
Sorgsam führen uns die Ranger um die schlafenden Tiere, damit diese nicht durch unsere Geräusche plötzlich aufschrecken und losrennen, sondern durch unsern Geruch gewarnt werden und in Gegenrichtung fliehen.  Danach ist Zeit, um auch die Wirklichen Unterschiede der beiden Nashornarten zu erläutern.
Den Sundownder am heutigen Tag geniessen wir bis die Dunkelheit anbricht, da es bereits die letzte Nacht in der Wildnis ist. Natürlich auch an diesem Abend gewohnt mit viel Alk und „Männersprüchen“.

Die Tage danach: 9. &10.03.2011
Morgens wird alles ins Auto gepackt und dann ausgiebig gefrühstückt.
Bei der Rückfahrt ins Letaba-Camp begegnen wir endlich Nr. 4 der BigFive – Löwen!
Gemütlich relaxen sie am Strassenrand im Schatten, sicher 6 Stück, vollgefressen nicht an den Menschen interessiert, die sich um sie versammeln. Natürlich wird nun ausgiebig gefilmt und fotografiert.
Dann der Abschied von den Rangers und den 5 Südafrikanern, sie uns freundschaftlich in ihre Häuser bei Joburg und Capetown eingeladen und uns Hilfe versprechen, wo immer wir auf unserer Reise anstehen könnten. Voll nett!
Den Rest des Tages sind wir wieder zu Zweit auf Pirschfahrt und Michi zaubert ein köstliches Nachtessen, während Olivia das Diary nachführt.


Kurz nach Beginn unserer heutigen Tour treffen wir eine Hyänenmutter mit ihren beiden Jungen. Endlich geht mal was, denn die Kleinen balgen und kämpfen miteinander und so stört uns das starke Gegenlicht bei unseren Aufnahmen und Beobachtungen nur mässig.
Eine Anmerkung der Redaktion: Hyänen sind sehr süss und keine hässlichen Assfresser!
Auf dem weiteren Weg stehen Autos am Strassenrand – da muss es was zu sehen geben! Und dem ist auch so, ein Gepard (cheetah) liegt verschlafen unter einem Strauch, leider eher etwas weit weg, aber es ist ein Gepard! ;o)
Heute geht auch Michis Puls mal etwas höher, als eine Elefantenmutter uns etwas harsch zu verstehen gibt, das wir ihr und ihrem Jungen eher etwas zu nahe sind.
Sonst sehen wir viel bereits bekanntes, nur der Leopard versteckt sich auch heute vor uns…
Abends haben wir wiedermal ein Bungalow mit Blick auf den OlifantsRiver (so stellen wir uns mal unser gemeinsames Heim vor….) :o)

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