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Mittwoch, 16. März 2011

Blyde River Canyon

Inzwischen haben wir den Krügerpark verlassen und fahren Richtung Graskop, Beginn des BlydeRiver Canyons (drittgrösster Canyon der Welt). Die Landschaft ändert sich gewaltig: da sind Hügel, Täler und jede Menge Wald mit langstämmigen Bäumen neben Felsen und kleinen Dörfern.
Wir fahren auf Überlandstrassen mit Tempo 120, ab und zu muss gebremst werden wegen Kühen oder Affen auf der Strasse. Und immerwieder sieht man Schwarzafrikaner am Strassenrand, gehend oder wartend, weit weg vom nächsten Dorf…
Tags darauf starten wir unsere 3-Tageswanderung. In einem afrikanischen Kleinbustaxi, voller Schwarzafrikaner und wir 2 mit riesen Rucksäcken geht’s zum Ausgangspunkt unseres Wandertrails. Irgendwo im nirgendwo werden wir ausgeladen und suchen mal nach den ersten gelben Fusstritten, die uns in den nächsten Tagen den Weg weisen sollten.
Bereits nach gut 3km sind wir dann am Übernachtungsort angelangt. Es ist gerade mal halb 2!
Bleibt uns also genug Zeit zu überlegen, wie wir Besteck, Teller, Tasse basteln und wie wir die ziemlich dreckigen Matratzen etwas angenehmer aussehen lassen können. Und da kein wirklich sicheres Trinkwasser und kein heisses Wasser vorhanden ist, macht Michi mal ein Feuer.
Später geniessen wir lekker Boerewors und baked potatoes mit selber geschnitzen Löffeln.
Am Morgen, nach Instant-Kaffee aus der Petflasche und Toastbrot auf Grill mit Käse, brechen wir auf um die anstehenden knapp 14km zu bestreiten.
Die Landschaft ist herrlich: Felsen, Wiesen, Bäche – und ab und zu lässt sich sogar ein Weg erkennen ;o) Meist ist es aber nur ein schwach erkennbarer Trampelpfad, der nur von den Füssen, welche unter dem hohen Gras und Busch verschwinden, gespürt werden kann – Natur pur!
Die gelben Fussabdrücke sind immerwieder eine Erleichterung, dass wir noch auf dem Weg sind. Leider hält das Wetter nicht ganz stand und es beginnt leicht zu regnen, kurz bevor wir unsere Strecke bewältigt haben. Etwas nass, aber noch vor Mittag treffen wir am zweiten Übernachtungsort ein. Da uns auch hier die restlichen 2-4Sterne fehlen und Beine und Rücken nach kurzer Pause und Mittagsnack wieder gestärkt sind, entscheiden wir uns, die 3.Etappe auch gleich heute anzuhängen.
Erst kommen wir recht locker flockig voran, dann lässt sich das Gewicht des Rucksacks langsam spüren an Schultern und Becken. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, und so 2 bis 3 mal müssen wir zurück, da wir den Weg verloren haben. Als sich dann die km langsam bemerkbar machen, müssen wir noch eine Sumpfstrecke bewältigen, und so sehen wir anschliessend auch aus!
Wir sehnen uns nach einer Flasche, kühlem, nicht nach Metall schmeckendem Wasser. Motivation für den letzten Teil finden wir noch in Guineafowl-Federn und den Gedanken an eine Dusche.
Schliesslich treffen wir etwas abgekämpft, nach 27km-Marsch, aber glücklich bei den Potholes ein und fahren zurück ins Valleyview-Backbackers, wo die warme Dusche die Krönung des Tages bringt.
Den Rest des Blyde River Canyons besuchen wir dann per Auto :o) :
Pilgrims Rest – ehemaliges Goldgräberstädtchen
Echo Caves – Tropfsteinhöhlen, wo wir eine stündige Privatführung genossen
Three Rondavels – Aussicht auf den Canyon selbst
Verschiedene Wasserfälle
God’s window – Ausblick durch das “Fenster Gottes“ ;-)
Rainforest – Kleine Wanderung durch den Regenwald
Belvedere Trail – Wanderung in den Canyon zu einem Wasserfall

1 Kommentar:

Highlander hat gesagt…

Wonderbari Gegend (schöni Fotos), erinnert mi wieder a eusi Wanderige und schöne Naturerlebnis in Utah (USA).

No wiiterhin gueti Reis ond Abentüür. Bin g'spannt of die nögschte tolle Bilder on Brichte.

ä gruess
André vo Baldige