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Freitag, 20. Mai 2011

Windhoek, Erongo Mountains, Swakopmund, Cape Cross, Twyfelfontein, Waterberg Plateau NP 12.5.-20.5.

Windhoek 12.5.-14.5.
Da unser Auto ziemlich üble Geräusche von sich gibt, wollen wir es in Windhoek (Namibias Hauptstadt, 250‘000Einwohner, 1700m.ü.M) durchchecken lassen. Die Nissangarage ist schnell gefunden und der Mann am Empfang meint, dass wir das Auto bringen können. Also suchen wir in der Nähe ein Apartment, wo wir all unser Gepäck deponieren und bringen das Auto zur Garage. In der Office meinen sie dann, dass sie in 2 Wochen Zeit hätten. Da wir eher mit Stunden als Wochen gerechnet haben, suchen wir eine andere Garage. Nach etlichen Versuchen und einigen Stunden immer dieselbe Antwort: “Fullybooked“ oder nur eine bestimmte Automarke.
Endlich eine Garage gefunden erfahren wir, dass der Generator der Übeltäter ist und da die Ersatzteile schwer zu bekommen sind, müssen wir bis zum nächsten Tag warten. Am nächsten Tag wird uns am Morgen mitgeteilt, dass es noch länger gehen wird, also verlängern wir im Apartment um eine Nacht und schauen uns Windhoek an. Die Sehenswürdigkeiten sind schnell gesehen und zum einkaufen haben wir auch nicht so Lust, da wir nicht wissen, wie lange und wie teuer es noch wird mit dem Auto...
Am Abend können wir das Auto abholen und alles scheint wieder in bester Ordnung. :-)
Am nächsten Tag füllen wir unseren Kühlschrank auf und verlassen die Stadt Richtung Westen.

Erongo Mountains 14.5.-15.5.
Froh dass wir wieder aus der Stadt sind und in der Natur, unterschätzen wir unterwegs eine der vielen Flussquerungen und bleiben (da im falschen Gang und 2WD) im nassen Tiefsand stecken. Ein wenig Graben und 4 Steine helfen aber und der “white Dragon“ quält sich aus dem Fluss. Auf dem Ameib Farmgelände wandern wir erst zu der Philipp’s Cave, wo wir Buschmannzeichnungen bestaunen und von wo aus wir eine tolle Aussicht über die Mountains geniessen. Einige Km weiter auf einer riesigen Granitplatte parken wir das Auto unterhalb des Elephants Head, gehen an hausgrossen runden Felsen vorbei, die wie am Hang angeklebt scheinen und machen einen Klettersteig auf das Plateau. Dieser hat uns sehr beeindruckt. Der Weg ist schön und spektakulär: Durch die Felsen und drüber, unten- und zwischendurch bei extrem schmalen stellen und einige Kletterpartien bis man oben eine tolle Aussicht geniessen kann. Am Tag darauf schauen wir uns die grosse Spitzkoppe an, einen ockerfarbenen Berg in Form des Matterhorns.

Swakopmund 15.5.-16.5.
An der Atlantikküste liegt das schöne Städtchen Swakopmund (Namibia’s 3. grösste Stadt, 25‘000 Einwohner). Diese gefällt uns rein optisch viel besser als Windhoek, hat viele schöne und spezielle Häuser, eine Strandpromenade und scheint viel „sauberer“. So flanieren wir durch die Stadt und finden ein schönes Restaurant direkt am Meer. Dort nehmen wir Platz an einem Tisch mit bestem Blick auf die Wellen, die sich am Ufer brechen und bestellen Fisch, den sogar Olivia lekker findet.

Cape Cross 16.5.
Unterwegs durch ödes, flaches Wüstengelände erblicken wir ein Schiffwrack im seichten Wasser und gerade davor die erste Robbe, die vor uns in die Fluten flüchtet. Bei Cape Cross angelangt, schlägt uns ein weniger argerer Gestank entgegen als angenommen, dafür ist der Lärm immens. Tausende (bis 250‘000) afrikanische Seebären, eine Ohrenrobben-Art, grosse und kleine liegen hier faul am Ufer, robben vom oder zum Wasser, welzen sich im Sand oder schreien (beinah „blöcken“) nach ihrer Mutter oder dem Jungen. Wo man hinsieht bewegts sich, graubraune bis schwarze fette Robben!

Skeleton Coast NP 17.5.
Früh geht’s los in den Skeleton Coast NP (enthält u.a. 1.5 Mia Jahre alte Gesteinsformationen, die ältesten der Welt). Bereits ziemlich am Anfang finden wir karge, vom Rost und Salzwasser zerfressene Überreste eines Wracks. Auch Überreste einer ehemaligen Ölpumpstation lassen sich unweit davon begutachten.
Die Landschaft zeigt verschiedene Facetten von Dünen, Sand und Stein, in allen Farben von weiss über violett bis schwarz, dazwischen weite, flache Ebenen wo nichts wächst, dann wieder karge Sträucher und wenig Gräser.
Am östlichen Rand des NP geniessen wir ein Sandwich mit Blick auf wunderschöne, rötlich-violette Berge und anschliessend erspähen wir eine Herde Springböcke, die einzigen Tiere neben Vögeln in diesem “toten“ Park.

Twyfelfontein 18.5.
Eine Führerin bringt uns zu den Gravuren der verschiedenen Tiere, welche die Damarabuschmänner mit Quarzstein in den weichen Sandstein geritzt haben und erklärt uns deren Geschichte – eindrucksvoll. Teilweise sehen sie einem Comic sehr ähnlich.
Nächste Station sind die OrganPipes, 4eckige Steinformationen, angeordnet wie eine Orgelpfeife und der Burnt Mountain, der jedoch durch den vielen Regen und dem dadurch gewachsenen Gras seine „Verbranntheit“ verloren hat.
Der Petrified Forest fasziniert uns. Die Baumstrünke oder Teile davon (250-300 Mio Jahre alt, bis 30m lang und 6m Umfang) sehen aus wie Holz (wars ja auch mal), beim Anfühlen ist es aber deutlich als Stein einzuordnen. Daneben sehen wir noch einige Welwitschas, die 2Blättrige Pflanze, die bis 2000 Jahre alt werden kann.
Der 35 Meter hohe Vingerklip, ein Felsen nach seiner Form benannt ist der Abschluss der heutigen Besichtigungen.

Waterberg Plateau NP 19.5.-20.5.
Wir begeben uns auf den MountainView Walk, der uns aufs Plateau führt. Oben angekommen geniessen wir die wunderschöne, dunkelgrüne Weite, die Sonne wird von Minute zu Minute heisser und der Himmel ist stahlblau – herrlich!
Auf dem Weg sehen wir Duikers (Klippspringer) die nur etwa 2m vor uns stehen und auf dem Plateau kommen uns Dassies (Klippschliefer) ganz nahe.
Anschliessend machen wir noch weitere kleine Wanderungen und besuchen den Gedenkfriedhof von 1904, wo ein verheerender Krieg vielen deutschen Soldaten und dem HereroVolk grosse Verluste zufügte. 

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