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Samstag, 28. Mai 2011

Etosha NationalPark, 21.5.-25.5.

Unser Auto funktioniert wieder tadellos (ausser dass wir mitten im Etosha NP unseren Reifen wechseln mussten…)
Der Etosha Nationalpark ist etwa halb so gross wie die Schweiz und mitten drin erstreckt sich eine riesige trockene Salzpfanne…ausser jetzt ;-)
Etosha bedeutet “grosser weisser Platz“ aber im Moment strahlt die Pfanne in blau-rosa. Ein 6000km2 grosser See, wo man das andere Ufer nicht sehen kann und es wimmelt von tausenden von Flamingos aufgrund der ausserordentlich starken Regenfälle dieses Jahr.
Dementsprechend ist der Park auch grüner als sonst und die Tiere sind wohlgenährter.
Bei jedem der 3 Camps befindet sich eine Wasserstelle, die nachts beleuchtet ist und man gemütlich von erhöhter Position Tiere beobachten kann.

Hier einige Erlebnisse:
Im Westen des Parks kommen wir nur sehr langsam vorwärts, da überall grosse und kleine Zebra- und Springbockherden meist die Strasse belagern. Einige lassen sich fast nicht wegscheuchen und wir fahren in Streichelnähe an ihnen vorbei. Wir schätzen die gesehenen Zebras auf über 1000! (Sowie Springböcke)

Sehr amüsiert hat uns ein Boxkampf von Erdhörnchen, die zu dritt pausenlos aufeinander einprügelten (zum Glück gibt’s Video J)

Wir beobachten eine Horde Geier, die sich über ein totes Gnu streiten und viele kreisen oben am Himmel und stossen auch zum “Festmahl“ dazu.

Bei den Wasserstellen in den Camps:
Zwei Mal können wir Zebraherden zusehen, wie sie vorsichtig und schreckhaft ihren Durst nach- und miteinander löschen und die weiss-schwarzen Streifen das stille Wasserloch zum Leben erwecken. Nach Sonnenuntergang kommen 30 Elefanten in allen Grössen vorbei und Spitzmaulnashörner gehen baden. Auch Löwen kommen an den verschiedenen Wasserstellen zu Besuch und brüllen uns und einige verängstigte Touristen aus dem Schlaf. Einem Löwen können wir dabei aus nächster Nähe beim Trinken zusehen. Unser Highlight war aber der Leopard, der elegant auf Futtersuche an der Wasserstelle vorbeischlich. Die meisten Tiere nimmt man erst Wahr wenn sie im Lichtkegel auftauchen und selbst ein massiges Nashorn verschwindet geräuschlos.

Da wir am Tag zuvor in der Savannenlandschaft Löwen in einiger Entfernung gesichtet haben steuern wir diesen Ort am Morgen wieder an und siehe da: 1 Löwenmännchen, 2 Weibchen und 4 Junge. Nur etwa 15 Meter von der Strasse. Wir geniessen und warten alleine einige Stunden und hoffen, dass die faulen Katzen endlich grosses Kino bieten. Und es lohnt sich: Das Männchen und ein Weibchen laufen zu uns an den Strassenrand, legen sich 2.5m von unserem Auto in den Schatten. Jede Bewegung vom Blinzeln über Gähnen bis zum am Boden Rollen wird sofort digital festgehalten.

Plötzlich rennt ein raubtierartiges Wesen am Strassenrand entlang – ein Leopard, endlich! Nun sind unsere “Big 5“ vollständig!

Bei einer Wasserstelle sehen wir bereits von weitem, dass da ein paar Elefanten sind. Wir stellen uns in aussichtsreicher Position hin und sind auch bald von folgenden Autos eingekeilt. Die Elefantenherde wird immer grösser und ein paar Tiere trotten hinter der Autoreihe durch, weg von der Wasserstelle. Dann plötzlich unruhiges Getröte, eine andere Herde kommt gerade aus dieser Richtung zum Wasser und drängt die Tiere zurück. Unruhe, keifen, wildes Ohrenweddeln, tröten – und ob das noch nicht genug wäre müssen jetzt auch ausgerechnet noch Autos rumkurven, um bessere Sicht zu erhaschen. Dann sind wir nicht nur von den Autos, sondern auch von den aufgeregten Tieren, deren Anzahl nun etwa bei 70 liegt, eingekeilt. Das Filmen und Beobachten macht plötzlich nicht mehr so viel Freude mit ungutem Gefühl im Bauch und steigendem Pulsschlag. Irgendwann lichtet sich das Ganze dann aber und so schnell als möglich kurven wir davon – puuh! Jetzt brauchen wir eine Pause und was zwischen die Zähne! Doch diese Hoffnung wird auch nochmal arg strapaziert, als wir 3 weitere Elefanten erblicken, die auf der Strasse entgegenkommen. Gottlob ist die Abzweigung zur Picknickstelle aber noch einige Meter vorher – aufatmen…

Eine der Wasserstellen steuern wir mehrmals an, da sie besonders Tierreich ist. Bei einem Besuch trinken 9 Giraffen und eine grosse Herde Gnus liegt unweit davon. Dann kommen Impalas, Springböcke, Zebras, Kudus, Warzenschweine, Oryx und Guinea Fowls mit- oder nacheinander dazu – da ist echt was los! Da sich die Impala- und Kudumännchen gerade in der Brunft befinden wird gekämpft und [peeeep].

Im Gegensatz zu Südafrika sehen wir hier viele Oryx und das erste Mal Kuhantilopen. Ein Chamäleon retten wir von der Strasse und beobachten wie es seine Farbe von hellgrün zu schwarz wechselt. Als eine grosse Puffotter von uns flüchtet sind wir erleichtert (da Puffottern die einzigen Schlangen sind, die normalerweise nicht flüchten, sich auf ihre Tarnung verlassen und wenn man ihnen zu nahekommt beissen).

1 Kommentar:

Papa Daniel hat gesagt…

Ich hab gedacht, das Paradies war damals auf Erden bei Adam und Eva. Doch nun darf ich feststellen, paradisische Zustände gibt es auch heute noch auf unserem Planeten. Aus Adam und Eva wurde Michi und Oli! Olivia bitte lass Dich nicht auf die Schlangen ein !
Händs guet und es feschts Drucky Euch beide.
Papa Daniel