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Sonntag, 12. Juni 2011

Caprivi 25.5.-29.5.

Nach dem Etosha gehen wir nach Tsumeb, die grösste Stadt in der Nähe. Auf dem Weg witzeln wir noch, dass zum Glück mitten in der Woche ist und alle Läden offen haben werden – jedoch haben wir nicht mit dem African Day gerechnet! Alles geschlossen.
Am nächsten Morgen können wir jedoch unser Reifen endgültig flicken lassen und unsere Vorräte auffüllen.
Wir machen uns auf in Richtung CapriviStreifen. Leider wollten wir zu schnell da sein, denn schon bald werden wir von der Polizei angehalten. Mit 129km/h haben wir 9km/h zu viel auf dem Tacho, das kann ja nicht so viel kosten. Aber wir haben die Rechnung mit der Swaziland-Polizei gemacht, die Namibier sind härter: 800N$ (100SFr)!!!
Wieder befinden wir uns auf endlos geraden Strassen gesäumt von Gras, Bäumen und Sträuchern. Immer wieder sind Kühe, Geissen oder Menschen auf und neben der Strasse, welche in den zahlreichen kleinen Kraals links und rechts der Strasse wohnen, in kleinen, einfachen runden Hütten mit Strohdach. Kinder in einfacher Schuluniform sind auf dem Nachhauseweg von der Schule,  Frauen, oft  ein Baby auf den Rücken gebunden, balancieren grosse Körbe, Eimer oder Kanister auf dem Kopf oder sind am Essen zubereiten.
Wir übernachten bei den Popafalls, die aufgrund des vielen Wassers zu einer Stromschnelle geflutet worden sind und am nächsten Tag besuchen wir den Mahango Game Park an der Grenze zu Botswana. Neu sehen wir da eine Herde Letschwe, die durch den Okavango waten und auch einige Hypos an Land. Ein faszinierendes Schauspiel liefern zwei männliche Giraffen, die sich im umkreisen, plötzlich stoppen und dann ihren langen Hals schwingen, so dass der Kopf mit den Hörnern voran hart am Hinterschinken des Konkurrenten aufschlägt, immer und immer wieder. Bei jedem Aufschlag hört man den dumpfen Knall.
Am Abend sehen wir noch 32 Rappenantilopen (zum ersten Mal), die gerade am Okawango trinken gehen und die Gänse dort verscheuchen.
Im Park und am Abend auf dem Camping treffen wir Richi und Claudia, ein Schweizer Paar, die mit ihrem Pinzgauer schon einige Reisen genossen haben und nun noch etwa die gleiche Route wie wir machen. Vielleicht sieht man sich ja wieder…
Am Morgen geniessen wir unser erstes frisches selbst über dem Feuer im Potjie (Poikie) gebackenes Brot und fahren dann bis Katima Mulilo, von wo aus wir nach Zambia weiterreisen werden.
Doch noch bevor wir nach Zambia aufbrechen sehen wir, dass ein gebrauchter Kaugummi im Papier im Auto angeknabbert wurde und schon bald finden wir heraus, dass auch die Kartoffeln, das Mehl und die Käsesauce dem Tier zum Opfer fielen…
Mittlerweile sind die Mausefallen im Auto aufgestellt und warten darauf zuzuschnappen…

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