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Samstag, 14. Mai 2011

Namib 8.5-12.5

Auf dem Weg nach Norden durch die Namib Wüste halten wir beim Duwisib Castle, ein Schloss mitten im Nichts, ehemals von einem Deutschen erbaut resp. bewohnt. Die Campingplatzsuche stellt sich als schwierig heraus, da der erste  sehr vernachlässigt scheint, der zweite nicht viel besser ist und keine Reception auffindbar ist, die GuestFarm ist ausgebucht und schlussendlich finden wir einen eigentlich zwar auch schon nicht mehr im Betrieb stehendes Tented Camp, wo wir sogar ganz günstig ein Bungalow bekommen.
Im Namib Naukluft Nationalpark, der einiges grösser ist als die Schweiz, geniessen wir die Landschaft, das oben gelbe und unten grüne Gras, die vielen Springböcke, die edlen Oryx-Antilopen und ab und zu eine Straussenfamilie (mit bis zu 30 Jungen, da bei Kämpfen das siegreiche Paar die Jungen der Verlierer übernimmt).
Von Sesriem (Teil des Namib Naukluft NP), wo wir  4 Tage früher als auf unserem Timetable einchecken, fahren wir in die Namib hinein. Morgens um 05:15 fahren wir Richtung Sossousvlei, um die Dünenlandschaft im Sonnenaufgang zu erleben. Auf die Düne 45 gekraxelt warten wir bis die Sonne auftaucht, um die besten Bilder zu knipsen.
Dann weiter nach Sossousvlei, wo sich durch den starken Regen der vergangenen Woche und auch der letzten Zeit ein See umgeben von Sand und Dünen gebildet hat, wo sonst nur spärlich bis kein Wasser ist. Wie in den Büchern beschrieben erleben wir hier eine Wüste nach Regenzeit, überall spriessen Blumen und Gräser, die Kameldornbäume tragen eine sattgrüne Krone und die Vögel zwitschern zufrieden. Dort lassen sich Dünen besteigen, damit man von oben die Sterndünenlandschaft beobachten kann.
Wir besuchen DeathVlei, eine dürre Pfanne mit einzelnen, verdorrten schwarzen Bäumen – eindrücklich! Gleich daneben hat es vom starken Regen etwas Wasser und einige grüne Bäume.
Nächster „Point of Interest“ ist der Sesriem Canyon, auch dieser mit erstaunlich viel Wasser im Vergleich zu sonst. Wir steigen hinab in die kleine Schlucht, klettern in eine der vielen Höhlen und man kann im Canyon im Wasser waten.
In Sesriem wird unser kleines Loch im Pneu sogar noch gratis geflickt :-)
Unterwegs in die Naukluftberge sehen wir sogar unser erstes Kudu in Namibia, das gerade problemlos über einen ca 1.5m hohen Zaun springt. In den Naukluftbergen machen wir eine Wanderung. Der Trail ist sehr schön, erst ein Aufstieg entlang von vielen wilden Olivenbäumen, dann oben auf einem Plateau bis es das meist trockene Bachbett entlang abwärts geht, wo wir einen kleinen Wasserfall mithilfe Ketten überwinden müssen.
Zurück beim Auto erwartet uns ein weiterer Plattfuss, diesmal ist die Luft vollständig raus. Alles auspacken, Wagenheber drunter, kurbeln, Rad abschrauben und Loch suchen. Erstmals versuchen wir das Loch mit den klebrigen „Würmern“ zu flicken, was auch erstaunlich gut gelingt. Bei der nächsten Tankstelle angekommen können wir zusehen wie der Reifen innert Sekunden wieder alle Luft verliert. Während der Mech dort das Loch, das sich als fast 3cm lang herausstellt, abdichtet, flickt uns ein anderer Touri aus Freude den Scheibenbespritzer, welcher seit Anfang kaputt ist.
Als Michi versucht das Auto noch ein wenig höher zu bringen, krachts, der Wagenheber sackt zusammen und das rechte Hinterteil des Autos schlägt hart am Boden auf…, wir können uns kaum mehr halten vor Lachen, aber auch vor Frust… Jedoch ist zum Glück nicht viel mehr passiert.
Vom sehr idyllisch gelegen Campingplatz umgeben von Bergen sehen wir Kudus und am Morgen beobachten wir eine Bande Paviane oben am Hügel.

Weiter geht’s nach Windhoek wo wir unser Auto in eine Garage bringen möchten…

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey ihr beiden,
mal abgesehen von den Fahrzeugpannen hattet ihr in Namibia bisher ja unverschämt viel Glück mit der Natur. Die Bilder sind wirklich beeindruckend. Vor allem der Kontrast Wüste <-> Wasser, einfach toll.
Das erinnert mich an unsere eigenen Namibia-Reisen, die leider schon ein paar Jahre zurückliegen.
Habt weiterhin viel Spaß in Afrika, genießt die Zeit...
Gruß vom Bär (suedafrika-forum.org)