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Sonntag, 26. Juni 2011

Nach Hause… 21.6. – 24.6.

Wir machen noch einen Übernachtungsstop in Kuruman und am nächsten Tag stoppen wir nur um zu essen und zu shoppen.
Um 17h00 treffen wir bei Hes und Eric Gilfillan auf der Farm ein und Essen mit ihnen in einem Steak-Restaurant.
Obwohl das Auto jetzt wieder in Ordnung ist und uns gut zur Farm gebracht hat, gibt Hes dem Auto nach all unseren Geschichten einen neuen Namen: “White Devil“.
Nach südafrikanischer Manier werden wir mit Essen verwöhnt (oder gemästet) und am Abend kocht Hes uns noch ein Mal richtig südafrikanisch: Bobotie. Dazu gibt’s noch den Wein von Groot Constantia (welchen wir in Kapstadt beim Weintesten gekauft haben).
Die Nachbarn von Eric und Hes haben einen riesen Vogelpark, wo wir  viele Flamingos, Pelikane, Kraniche und andere Wasservögel sehen und füttern können
Wir gehen noch ein wenig shoppen und werden mit einigen T-Shirts, Hosen und 2 Springbock-Jacken fündig. Vor dem Heimflug testen wir an einem Flohmarkt nochmals unser Verhandlungsgeschick und verabschieden uns schliesslich von den Gilfillans.
Der Rückflug im A380 ist entspannt und wir geniessen die Lounge, die Filme und die Massagefunktion der Sitze in der Business Class. 10 Stunden später werden wir von unseren Familien mit Plakaten erwartet und herzlichst empfangen. Alle zusammen geniessen dann ein Frühstück mit Zopf und Schweizer Käse J.

P.S.: Den Potje haben wir im Handgepäck mit nach Hause genommen.
P.P.S.: Obwohl wir viel Fettiges und Süsses gegessen haben hat Michi 7 kg abgenommen.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Kgalagadi Nationalpark & Augrabies Nationalpark 18.6. – 20.6.

Wir schaffen fast 800km bevor die Sonne untergeht und wir neben dem Tiefsandpfad mitten im Nirgendwo (50km vor dem Kgalagadi NP) wild campen. Die Nacht ist sehr kalt und am Morgen ist das Zelt innen nicht nass sondern mit Eis bedeckt.
Kurz nach Sonnenaufgang erreichen wir den Nationalpark und sehen auch schon bald zum ersten Mal Löffelhunde und einen Honigdachs.
Den Grenzübertritt nach Südafrika ist deutlich: viel bessere Strassen, mehr Tiere und entgegenkommende Autos.
Sonst gehört der Park den Oryx, Springböcken, Kuhantilopen, Gnus und Straussen. Das Highlight stellt jedoch ein Leopard, auf einem Ast liegend, dar. Später sitzt er auf, steigt langsam den Baum hinunter und nach einer Weile verschwindet er dann im Gras.
In der Dunkelheit können wir am beleuchteten Wasserloch Schabrakenschakale, Eulen und Löffelhunde beobachten.
Beim TweeRivieren Gate müssen wir offiziell aus Botswana ausreisen, nach Südafrika einreisen, das Auto kontrollieren lassen und aus dem Park auschecken – das alles klappt reibungslos und recht schnell.
Der Rest des Weges bis Upington verläuft unspektakulär und wir beziehen in der Dunkelheit den Campsite des Eiland Resorts.
Von Upington aus erreichen wir in gut einer Stunde am nächsten Morgen die Augrabie Falls (“Ort des tosenden Lärms“) wo wir eine kleine Wanderung machen und die Fäll von mehreren Positionen bestaunen und fotografieren. Der Oranje-River stürzt dort auf einer Breite von bis zu 150 Meter 56 Meter tief und bildet eine 200 Meter tiefe Schlucht.

Montag, 20. Juni 2011

Okavango Delta 6.6. – 16.6., Teil 2

Der Schock über die lange, aufgezwungene Auszeit unserer Reise sitzt uns noch in den Knochen als wir zu unserem vorgebuchten Bungalow gefahren werden. Unter der Dusche versuchen wir uns mit der neuen Situation abzufinden und wollen das Beste daraus machen.
Am Mittag des folgenden Tages werden wir vom Manager der Nissan Garage persönlich  abgeholt, können in der Stadt einkaufen und beziehen dann mit dem nötigen Gepäck ein Zelt im „Old Bridge Backpackers“. Bryan, der Nissan Manager, seine Frau Nicky und die beiden Kids verbringen mit uns den späteren Nachmittag und Abend an der Bar des Backpackers, stellen uns immer wieder neue Leute vor und so wird eine Runde um die andere spendiert. Bald schon fühlen wir uns sehr wohl im neuen Basecamp…
Tags darauf sind wir zum „Picknick“ an einem Fluss eingeladen, wo eine Sri-lankische Familie alle Freunde und Bekannten zu einem köstlichen Essen und Gemeinschaft eingeladen hat.
Da das Backpackers etwa 7km ausserhalb des City Zentrums liegt, fahren wir jeweils mit einem Sammeltaxi für umgerechnet knapp 1SFr hin und auch wieder zurück. Dank der vielen Zeit die wir haben, klappern wir alle Chartergesellschaften ab und hinterlassen unsere Nummer, damit sie uns im Falle einer Gruppenanmeldung benachrichtigen können. Das tun sie auch bald und noch am selben Tag fliegen wir mit einer Cessna 206 über das Delta. Erst aus der Luft wird einem das Ausmass des Deltas bewusst, die unendlich flache Weite von Botswana und die veränderte Perspektive auf die Tiere verlangt nach einer neuen Strategie im „Game viewing“.
Nach Auto, Boot und Flugzeug erkunden wir einen Tag lang das Okavango Delta per Mokoro, einem Einbaum, das von einem Poler, ähnlich wie durch die Kanäle von Venedig, manövriert wird. Echt etwas einmaliges: beinah lautlos, ausser dem Wasser, das sich am Einbaum bricht, gleiten wir in gutem Schritttempo durch das Delta. Teilweise durch offenes Gewässer, dann durch Schilf, Gräser, über Teppiche von Seerosen (water lilies) und vorbei an im Wasser stehenden Bäumen. Erstaunlich wie die Poler hier den Weg finden, wo alles gleich aussieht und ganz ohne GPS oder Karte.
Vor dem Mittagessen machen wir einen stündigen Fussmarsch auf einer Insel, wo wir einer Herde Gnus und Zebras begegnen. Desweiteren sehen wir Letschwes durchs Wasser rennen und in sicherer Entfernung einen Elefanten.
Am Mittwoch sollte das Auto bis am Abend  fertig sein jedoch ist die Kupplung erst jetzt in Gaborone eingetroffen. Tags darauf bekommen wir die Meldung, dass das Auto um 17:00 fertig ist. Als wir um 17:30 in der Werkstatt erscheinen, hat unser „white Dragon“ nur 3Räder, eines davon wird soeben wieder abmontiert, also noch lange nicht fahrtüchtig. Von Bryan und Nicky werden wir zum Nachtessen eingeladen und als wir um fast 21 Uhr erneut in der Garage ein unfertiges Auto antreffen, bieten sie uns ihre Couch zum ruhen an, bis wir unser Zelt wieder haben. Da dösen wir auch bald ein, bekommen knapp mit dass Bryan etwa um Mitternacht das Haus verlässt.
Erst nach 07:00 kommt Bryan zurück, da er und der Mechaniker die ganze Nacht durchgearbeitet haben. Endlich, um 9 Uhr können wir unseren XTrail, vollgetankt und sauber wieder übernehmen.
Nun heisst es Kilometer abspulen um möglichst Nahe zum Kgalagadi Nationalpark zu kommen.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Okavango Delta 6.6. – 16.6. Teil 1

Das Okavangodelta, das grösste Binnendelta (der Fluss fächert sich dabei auf und versickert im Kalaharibecken bzw. verdunstet zu großen Teilen) der Welt, besuchen wir erst mit dem eigenen Auto im Moremi Game Reserve. Auch dort ist ein 4x4 Pflicht und grosse Bodenfreiheit, sowie ein Schnorchel, wegen Wasser und Sand von Vorteil.
Am Gate werden wir informiert, welche Pisten befahrbar sind und welche unter Wasser stehen.
Auf dem weitläufigen Camping (North Gate) fühlt man sich einsam in der Wildnis, da die Stellplätze weit auseinander liegen und im ganzen Park die Vegetation dicht ist.
Das grosse Feuer am Abend hält die Hyäne nicht davon ab, sich von hinten bis 2m an uns heranzuschleichen und jagt uns damit schon einen kleinen Schrecken ein. Das Tier sieht von so nah doch recht gross aus!
Noch zweimal stattet sie uns einen Besuch ab und lässt sich durch das Blenden mit der Taschenlampe kaum beeindrucken. Mit der Machete im Anschlag steigen wir in unser Dachzelt auf und geniessen die ganze Nacht die Geräuschkulisse: Elefant ganz nahe, Löwengebrüll, Grunzen von Hippos, Vögel, Bellen, knirschende und raschelnde Blätter…
Um nach Xakanaxa ([schnalzlaut]akana[schnalzlaut]a gesprochen) müssen wir die 30km zurück zum SouthGate und von da über 40km diagonal durch das Reserve, da die direkte Piste an mehreren Stellen überschwemmt ist. Dort angekommen versuchen wir die verschiedenen Wege und Loops aus, müssen aber immer wiedermal wenden wegen Wasser und Schlamm.
Wir chartern ein Motorboot und finden noch 6 weitere, die uns begleiten und so wird die Fahrt auf dem Wasser recht günstig. Durch Schilf, Schilf, etwas Papyrus, einige Wasserlilien und nochmals Schilf kurven wir 2 Stunden durch das Okavango Delta, sehen einige Lechwes und Hippos und geniessen die Landschaft.
Die Brücken (1st-4th Bridge) im Moremi sind auch ein Abenteuer für sich; zum Teil überschwemmt, baufällig oder die Konstruktion ist mit den paar kleinen Holzstämmen nicht gerade vertrauenserweckend…
Der Park fordert auch den Autos und Autofahrern einiges ab: Ein Konvoi, der die “gesperrte“ Piste fährt, bleibt ab dem zweiten Wagen im Wasser stecken. Diesen herausgezogen, kämpft sich das dritte durch nackentiefes Wasser und zerstört so Auto und durchnässt die gesamte Ausrüstung.
Auch andere bleiben im Wasser stecken wobei nur die Ausrüstung und das Innere des Autos voll Wasser und Schlamm wird oder der Auspuff gefüllt wird. Die holprigen Strassen fordern bei einem sich in den Flitterwochen befindenden Pärchen ihren Tribut: Ermüdungsbruch der Dachträger fürs Dachzelt (ausgeflittert).
Wir helfen tatkräftig mit Werkzeug, Abschleppen, Taxidienst und aufmunternden Worten.
Bei uns brauchte es weder Wasser noch holprige Strassen:
Kurz nachdem wir einige Löwen passiert haben will Michi im Tiefsand runterschalten, doch wir bleiben stecken. Nun versuchen wir etwas Sand wegzuschaufeln und Äste unter die Räder zu schieben. Wieder im Auto sehen wir jedoch, dass die Räder gar nicht spulen, sie drehen sich überhaupt nicht! Auch wenn ein Gang eingelegt ist kann man die Kupplung voll loslassen, und der Motor stirbt nicht ab!?!
Bald kommen Südafrikaner, die uns erstmal rückwärts aus dem Tiefsand ziehen. Mit Mannskraft und einigem Handling ist nun das Auto der Südafrikaner so vor unser Auto platziert, dass sie uns bis zum Camping an der Third Bridge schleppen können. Durch Tiefsand, über ausgewaschene Strassen, über Fourth Bridge und schliesslich über oder eben durch die in erschreckend tiefem Wasser stehende Third Bridge ist das ein echtes Abenteuer! Ein Mechaniker meint, es sei wohl etwas mit der Kupplung, was aber in Maun repariert werden muss. Der Tourenguide der Office checkt den Preis, wenn jemand aus Maun uns holen kommt: rund 500SFr! Michi zieht los um die anderen Leute auf den Campgrounds zu fragen, ob jemand morgen nach Maun fährt und uns abschleppen könnte. Erst am Abend finden wir jemanden, der uns bis zum South Gate (100km von Maun) ziehen kann.
Als wir dann vom Zähneputzen zu unseren Zelten gehen, hören und sehen wir gut 10m weit entfernt ein riesiges Nilpferd, das gerade alles Gras um die Campsites frisst. Schnell in unserem Dachzelt in “Sicherheit“ beobachten wir das Tier mit der Taschenlampe, wie es ungestört etwa 4m von unserem Auto weg alle Gräser kürzt.
Am nächsten Tag werden wir 60km mit Tempo 20km/h wieder durch Wasser, Tiefsand, Schlamm, Löcher und Gras abgeschleppt, aber alles geht glatt. Am Southgate finden wir nach 1,5h einen Arbeiter mit Bakkie, der uns für 80US$ nach Maun zur NissanGarage schleppt.
Nach afrikanischer Art warten wir bis das zum Teil inkompetente Personal verschiedene kleinere Aufgaben bewältigt hat und nach einer ungewissen, unendlich lang erscheinenden Weile wendet sich der Manager an uns mit niederschmetternden News. Die Kupplung ist erneut defekt und die Ersatzteile müssen in Südafrika bestellt werden. Bis unser Auto fahrtüchtig sein wird, wird es Donnerstag (in 6 Tagen) werden!!!
Fortsetzung folgt…

Mittwoch, 15. Juni 2011

Chobe NP & Nxai Pan NP 31.5.-6.6.

Chobe NationalPark
In Kasane (Botwana) campen wir gleich beim Chobe NP, wo wir zwei deutsche Velotourer, die seit ca. 10 Jahren in der CH leben, treffen. Zusammen geniessen wir einen Sundowner an der Bar, wo sich ein weiter Schweizer dazugesellt und erst spät essen wir gemeinsam und tauschen uns bis fast um Mitternacht aus.
Früh am nächsten Morgen räumen wir unsere Rücksitzfläche frei und nehmen Barbara und Franz mit auf eine Safaritour in den Chobe im “White Dragon“. Die Gesellschaft mit den beiden ist echt super und es harmoniert total. Auch werden wir mit vielen Tieren belohnt: Elefanten, Hippos im Wasser und an Land, Warane und Krokis, Impalas, Kudus, Lechwe und Giraffen, riesige Büffelherden, ein weiteres Chamäleon, Warzenschweine, Fischadler und anderes Gevögel. Der Tag vergeht enorm schnell und gemeinsam kochen wir abends ein ausgiebiges Menu.
Die nächsten zwei Nächte campen wir im Nationalpark direkt am Chobe River, wo uns Mungos und ein Impala, später Baboons begrüssen.
Im Nationalpark hat es viele Tiefsandpisten und ein robuster 4x4 ist zwingend. Wieder stossen wir auf überflutete Pisten; sehr schön ist, dass man oft direkt neben oder ein wenig im Fluss fahren kann und der Park somit viel Neues bietet.
Bei einer Rundfahrt treffen wir auf eine Elefantenherde, die uns den Weg versperrt. Nachdem wir im Sand gekehrt haben blockiert uns schon die nächste Herde den Weg. Endlich weitergekommen und auf der Parallelpiste stehen noch mehr Elefanten im weg – so geht es noch einige Zeit weiter bis wir endlich eine elefantenfreie Piste finden und zum Camping fahren können. Die Elefanten durchqueren alle den Chobe River und ziehen nach Norden. Der Park ist einer der 3 Tierreichsten im südlichen Afrika, v.a. extrem viele Elefanten und riesen Büffelherden.

Unterwegs nach Nxai Pan
Wir übernachten in einem kleinen Camp in der Nähe von Nata wo wir am Abend am beleuchteten Wasserloch den Elefanten beim trinken zusehen – der Name Elephant Sands Camp ist berechtigt!
Zudem müssen wir unterwegs wieder alle Früchte abgeben, die wir aber diesmal alle vor Ort verspeisen.

Nxai Pan NationalPark
Am Gate wird kurz erklärt wo unsere Campsite liegt und dann kämpfen wir uns über Tiefsandpisten zur Pan. Nach dem Sand gleicht die Strecke eher einem Acker mit tiefen Fahrrinnen, aber Michi lenkt unseren „white Dragon“ sauber über alle Hindernisse. Die ersten Runden sind dürftig an Game, bis wir am Mittag zu einem Wasserloch kommen. Da ist was los: hunderte von Springböcke, viele Giraffen, ab und zu einen Geier, dann 3 verschiedengrosse Elefantenbullen, Impalas, Strausse. Als sich die Tiere etwas zurückziehen fahren wir weiter und stossen bei einem schlammigen Wasserloch auf einen Elefanten, der für uns xtra eine Schlammbad geniesst und dann wieder davontrottet.
Den Camping haben wir ganz für uns, direkt gegenüber von Baines Baobabs (7 Baobabs nahe beieinander, einer davon umgefallen, wächst jedoch noch weiter) mit Blick auf die Kudiakam Pan (eine Salzpfanne). Mit dem gesammelten Holz zaubert Michi ein riesen Feuer, während die Sonne untergeht und ein Oryx über die trockene Salzpfanne davonwandert – Romantik pur!

Zurück über die Salzpfanne und die Tiefsandpisten lassen wir die Baobabs und den NP hinter uns und fahren nach Maun.

Montag, 13. Juni 2011

Maus - ohne Worte

Zambia 29.5.- 31.5.

Grenzübertritt Namibia-Zambia
Beim Grenzübertritt in Katima Mulilo  merkt man unweigerlich, dass wir jetzt in Schwarzafrika angekommen sind! Hinter jedem Schalter (und von denen müssen wir 5 aufsuchen) sitzt eine unmotivierte “Arbeitskraft“ nach der anderen und wir bezahlen für uns als Personen, dann geht’s in ein dubioses Hinterzimmer wo wir Einfuhrgebühren fürs Auto bezahlen. Weiter geht’s in einen schmudligen Wohnwagen und dort bezahlen wir Versicherung fürs Auto und  dass wir die Grenze passieren dürfen und zu guter letzt geht unser Geld bei einem take away-ähnlichen Container für die Strassenbenutzung drauf.
Aber dann…sind wir offiziell in Zambia eingereist J

Vic-falls
In Livingstone packen wir unsere Kamerausrüstung und Regenjacke und gehen Richtung des unüberhörbaren Getöses und sehen die Fälle auch bald, oder mindestens einen kleinen Teil davon. Auch Mosi-oa-Tunya = „Donnernder Rauch“ genannt sind die Fälle der längste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde mit einer Breite von 1708 Meter und Tiefe von 110 Meter. Im Moment stürzen 10 Millionen Liter Wasser in der Sekunde herunter und der Sprühnebel kann bis 300 Meter in die Höhe sprühen.
Auf verschiedenen Wegen kommt man oben an die Fälle, gegenüber und mitten in die Gist, wo wir „pflotschnass“ werden, ausser allem was sich unter der Jacke befindet. Anschliessend steigen wir noch ab zum Boiling Pot, wo das Wasser davon fliesst und besuchen dann die Curio Stände, wo wir nicht ums feilschen rumkommen, aber doch ziemlich hart bleiben.
Am Tag darauf sehen wir die Fälle von oben – wir gönnen uns unseren allerersten Heliflug. Die Sicht auf die Fälle ist atemberaubend, und bei den scharf gezogenen Kurven wird’s im Magen doch etwas flau. Erst aus der Luft sieht man die ganze Dimension und auch die Schlucht nach den Fällen.

Zambia (20x so gross wie die Schweiz, 11 Mio. EW)
Im allgemeinen wirkt das Land ärmer und die Infrastruktur ist weniger ausgebaut wie in den südlicheren Länder. Ein Grossteil des Landes liegt über 1500müM. Zambia ist ein sehr teures Reiseland, da alle Waren von Südafrika importiert werden und die Touristen etwa das zwanzigfache wie Einheimische für Nationalparks,… bezahlen. Die Währung ist Kwacha (Quatscha ausgesprochen) und mit 1Sfr= 5‘000 Kwacha ist die 20er-Note doch ganze 0.4 Rappen wert.

Grenzübertritt Zambia-Botswana
Die Ausreise aus Zambia ist weniger kompliziert, ausser dass wir mit einer Fähre, oder wie man diesem Kutter sagen will, nach Kasane übersetzen müssen. Von einigen Jungs, die unser Geld zu miserablen Kursen wechseln möchten, wird uns der Ablauf erläutert: erst uns ausstempeln lassen, bezahlen für die Fähre und dann warten bis eine Fähre Platz hat (natürlich machen sie dies nicht aus „goodwill“).
Nach etwa einer Stunde darf Michi auf die Fähre fahren, Olivia muss zu Fuss einsteigen. Nach dem Übersetzen sind wir in Botswana, lassen uns einstempeln, zahlen fürs Auto und müssen, bevor wir Schuhe und Pneu desinfizieren müssen alle Früchte und Gemüse abgeben wegen Gefahr der Fruchtfliege…

Sonntag, 12. Juni 2011

Caprivi 25.5.-29.5.

Nach dem Etosha gehen wir nach Tsumeb, die grösste Stadt in der Nähe. Auf dem Weg witzeln wir noch, dass zum Glück mitten in der Woche ist und alle Läden offen haben werden – jedoch haben wir nicht mit dem African Day gerechnet! Alles geschlossen.
Am nächsten Morgen können wir jedoch unser Reifen endgültig flicken lassen und unsere Vorräte auffüllen.
Wir machen uns auf in Richtung CapriviStreifen. Leider wollten wir zu schnell da sein, denn schon bald werden wir von der Polizei angehalten. Mit 129km/h haben wir 9km/h zu viel auf dem Tacho, das kann ja nicht so viel kosten. Aber wir haben die Rechnung mit der Swaziland-Polizei gemacht, die Namibier sind härter: 800N$ (100SFr)!!!
Wieder befinden wir uns auf endlos geraden Strassen gesäumt von Gras, Bäumen und Sträuchern. Immer wieder sind Kühe, Geissen oder Menschen auf und neben der Strasse, welche in den zahlreichen kleinen Kraals links und rechts der Strasse wohnen, in kleinen, einfachen runden Hütten mit Strohdach. Kinder in einfacher Schuluniform sind auf dem Nachhauseweg von der Schule,  Frauen, oft  ein Baby auf den Rücken gebunden, balancieren grosse Körbe, Eimer oder Kanister auf dem Kopf oder sind am Essen zubereiten.
Wir übernachten bei den Popafalls, die aufgrund des vielen Wassers zu einer Stromschnelle geflutet worden sind und am nächsten Tag besuchen wir den Mahango Game Park an der Grenze zu Botswana. Neu sehen wir da eine Herde Letschwe, die durch den Okavango waten und auch einige Hypos an Land. Ein faszinierendes Schauspiel liefern zwei männliche Giraffen, die sich im umkreisen, plötzlich stoppen und dann ihren langen Hals schwingen, so dass der Kopf mit den Hörnern voran hart am Hinterschinken des Konkurrenten aufschlägt, immer und immer wieder. Bei jedem Aufschlag hört man den dumpfen Knall.
Am Abend sehen wir noch 32 Rappenantilopen (zum ersten Mal), die gerade am Okawango trinken gehen und die Gänse dort verscheuchen.
Im Park und am Abend auf dem Camping treffen wir Richi und Claudia, ein Schweizer Paar, die mit ihrem Pinzgauer schon einige Reisen genossen haben und nun noch etwa die gleiche Route wie wir machen. Vielleicht sieht man sich ja wieder…
Am Morgen geniessen wir unser erstes frisches selbst über dem Feuer im Potjie (Poikie) gebackenes Brot und fahren dann bis Katima Mulilo, von wo aus wir nach Zambia weiterreisen werden.
Doch noch bevor wir nach Zambia aufbrechen sehen wir, dass ein gebrauchter Kaugummi im Papier im Auto angeknabbert wurde und schon bald finden wir heraus, dass auch die Kartoffeln, das Mehl und die Käsesauce dem Tier zum Opfer fielen…
Mittlerweile sind die Mausefallen im Auto aufgestellt und warten darauf zuzuschnappen…